OB-Wahl 2020

– 5 FRAGEN AN DIE KANDIDATEN/INNEN –

Stuttgart wählt und wir wollen wissen, wie es weiter geht.
Wie stehen die OB Kandidaten/innen zum Thema 2 Meter Regel oder legales Trailnetz? Wir haben einen Fragebogen an die 14 Bewerber*innen verschickt. Die Reihenfolge der Antworten ist chronologisch nach dem Antworteingang geordnet.
Der Verein versteht sich als politisch neutral.

Stuttgart kann eine Aufhebung der sog. 2-Meter-Regel (LWaldG §37 (3)) für den Raum Stuttgart umsetzen, würden Sie dieses Vorhaben initiieren und / oder unterstützen?


Dr. Ralph Schertlen
Die rechtlichen Details würde ich prüfen lassen um eine sichere und dauerhafte Lösung zu erreichen. Ob eine pauschale Aufhebung vertretbar ist würde ich ebenfalls prüfen lassen mit der Stoßrichtung, die 2m-Regel möglichst flächendeckend aufzuheben. Nichtsdestotrotz gilt es auch im Wald, die Interessen aller Nutzergruppen unter einen Hut zu bekommen und von dem her denke ich, dass Moutainbiker und z.B. Wanderer damit leben können sollten, wenn es auch weiterhin Wege gibt, die nur jeweils einer Nutzergruppe vorbehalten bleiben. Zur Frage: das Vorhaben würde ich initiieren und unterstützen.
Marco Völker Unter der Maßgabe, dass das o. g. Sicherheitskonzept Wirkung zeigt und gut angenommen wird, könnte ich mir eine Aufhebung der diskriminierenden 2-Meter-Regel durchaus vorstellen und würde mich hier an die Spitze der Bewegung stellen. Hannes Rockenbauch Der Grundsatz im Waldgesetz ist, dass „die Lebensgemeinschaft Wald (…) nicht gestört, der Wald nicht gefährdet, beschädigt oder verunreinigt sowie die Erholung anderer nicht beeinträchtigt wird.“ Gegenseitige Rücksichtnahme ist also der Tenor, den ich für richtig halte. Die sogenannte 2-Meter-Regel ist – so pauschal wie sie im Gesetz steht – lebensfremd. Wir brauchen eine Ausgestaltung, die im täglichen Leben funktioniert unter der Maßgabe gegenseitiger Rücksichtnahme. Dazu gehört auch, dass es Raum für Radfahrer*innen gibt. John Heer Da ich ein Mensch klarer Worte bin, muss ich Ihnen aus eigener Erfahrung mitteilen, dass eine Aufhebung der so genannten 2 m-Regel auch zwingend erfordert, dass die Radfahrer -und hier ist es egal ob es sich um einen normaler Radfahrer oder ein Mountainbiker handelt- mehr Rücksicht auf die Fußgänger zu nehmen. Ich selbst gehe relativ häufig beispielsweise im Wald rund um den Katzenbacher Hof spazieren. Bei gutem Wetter ist es für einen Fußgänger zum Großteil tatsächlich mittlerweile gefährlich, weil die Radfahrer vor allem mit elektrischen Antrieben mit erheblicher Geschwindigkeit auf die Fußgänger zufahren und einen erholsamen Spazierung nahezu unmöglich machen. Daher würde ich mich massiv dafür einsetzen, dass die Trails ausgebaut werden, welche eine zusammenhängende Strecke ergeben und dies natürlich unter Berücksichtigung des Naturschutzgebietes. Auch hier plädiere ich für ein Miteinander statt gegeneinander Friedhild Miller Wenn es die Mehrheit der Bürger wünscht selbstverständlich Sebastian Reutter Dieses Vorhaben unterstütze ich. Ich möchte dies allerdings in ein Gesamtkonzept einbetten, so dass ein Ausgleich zwischen Fußgängern, Natur und Mountainbikern stattfindet. Dr. Malte Kaufmann Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland mit dieser 2-Meter-Regel. Ich plädiere dafür, in Stuttgart eine Ausnahmeregelung vorzunehmen, ähnlich wie bereits in Freiburg erfolgt ist. Frank Nopper Wie genau vorgegangen werden kann und muss, ist zu prüfen. Fakt ist, dass die derzeitige Situation für alle beteiligten unbefriedigend ist und die Stadt ein sehr großes Interesse daran haben muss, die Natursportart Mountainbiken legal zu ermöglichen. Viel zu lange ist das Problem bereits ausgesessen und vertagt worden. Es muss etwas passieren. Die lange Zeit aufgestauten Themen müssen angegangen werden. Marian Schreier Beispiele aus anderen Bundesländern zeigen, dass eine Aufhebung der 2-Meter-Regel grundsätzlich möglich ist und für alle Waldbesucher vertretbar ist, wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen. Ich kann mir daher gut vorstellen in einzelnen Bereichen von der 2-Meter-Regel Abstand zu nehmen, sofern dies mit dem insgesamten Personenaufkommen und den Sicht- bzw. Verkehrsverhältnissen an diesen Stellen vereinbar ist. Zudem befürworte ich die Ausweisung weiterer dezidierter Mountainbike-Trails. Veronika Kienzle Es gibt verschiedene Gründe, weshalb ich einer allgemeinen Aufhebung der 2-Meter Regel kritisch gegenüberstehe. Zum einen sprechen ökologische Gründe wie die Verdichtung des Bodens an sensiblen Stellen oder das Verschwinden von Waldvogelarten gegen eine allgemeine Abkehr dieser Regelung, zum anderen auch soziale Grüne wie die Rücksichtnahme auf Spaziergänger. Mir ist bewusst, dass der Großteil Ihrer Community mit Achtsamkeit für andere unterwegs ist, gleichzeitig gilt es aber auch, die Waldbesucher und Waldbesucherinnen vor denen zu schützen, die es nicht sind. Das soll aber nicht bedeuten, dass ich eine solch starre Regelung nicht für problematisch halte und mich gegen eine Auflockerung stelle. Ob wir in ausgewiesenen Gebieten von dieser Regelung absehen können, sollte ebenfalls Thema des Runden Tisches sein. Martin Körner In unserem Waldbeirat wird bereits über die rechtliche Absicherung der legalen Trails beraten. Die 2-Meter- Regel ist hauptsächlich dazu da, normalen Radverkehr von Wegen für Menschen, die spazieren gehen oder joggen wollen, fernzuhalten, um Unfälle zu vermeiden. Natürlich soll aber der Sport Mountainbiken in unseren Wälder auf ausgewiesenen Trails möglich sein. Die Anwendung der 2-Meter-Regel macht da gar keinen Sinn, weil diese Strecken dann vorwiegend dem Sport vorbehalten sind. Issam Abdul‐Karim Keine Antwort Werner Ressdorf Keine Antwort Michael Ballweg Keine Antwort




Was muss das geplante Freizeitkonzept in den Stuttgarter Wäldern in Ihren Augen leisten?


Dr. Ralph Schertlen
Das Freizeitkonzept kann man sich in der jetzt geplanten Form sparen. Je mehr man versucht, in einen Regelrahmen zu pressen, um so besitzergreifender gegenüber Dritten verhalten sich die beglückten Nutzergruppen. Deswegen sollte aus meiner Sicht in den Wäldern der Landeshauptstadt die Bewegungsmöglichkeit für alle Nutzer gegeben sein, d.h. eben auf vielen Wegen schmäler als 2m die Benutzung für MTB freigegeben werden. Alle anderen dürfen da auch sein. Wichtig ist mir, dass insbesondere Spaziergänger mit Hunden diese auch im Griff bzw. notfalls an der Leine haben. Über diese Waldnutzung hinaus sollte die Stadt z.B. selbstgebaute Pumptracks wie unter der Brücke am Schattenring nicht plattmachen sondern den Erbauern danken. Die Stadt sollte auch selbst weitere Pumptracks in den verschiedenen Bezirken anlegen. Eine zweite Downhill-Strecke z.B. in Weilimdorf halte ich ebenso für sinnvoll.
Marco Völker Ich hatte mich zuvor gegen eigene Trails für Mountainbiker ausgesprochen, da mir aus der Bevölkerung zugetragen wurde, dass sich viele MTB`ler auf riskante Art und Weise Wanderern und Fußgängern nähern. Unfälle mit Fahradfahrer*innen können schon bei einer Geschwindigkeit von 30km/h tödlich enden. Dem Schutz der Schwächeren muss hier mehr Bedeutung beigemessen werden. Das Konzept muss daher in erster Linie die Sicherheit von allen Beteiligten leisten. Für die Zukunft des Fahrradverkehrs in Stuttgart im Allgemeinen stelle ich mir bessere Fahrradweg-Konzepte vor, die vor allem die Sicherheit der Bürger im Blick haben. Durch Diskussionen, die u. a. Von Verkehrsminister Herrmann getätigt wurden, fühlen sich zu viele Radfahrer im Recht, zetteln lauthalse Diskussionen mit Autofahrer an, überschreiten die Höchstgeschwindigkeit oder setzen zu hohen, meines Erachtens im Flug kann auch der erfahrenste MTB`ler nicht mehr steuern. Ich bin daher auch dafür, und hier spreche ich als Polizist mit 20 Jahren Berufserfahrung, dass Fahrradfahrer den gleichen Kontrollen unterzogen werden müssen, wie alle übrigen waghalsigen und nicht erlaubten Treppen-Sprüngen am Marienplatz mit hoher Geschwindigkeit an. Kaum vorzustellen, wenn bei diesem sehr belebten Platz doch mal ein Kind unter die Räder kommt, denn ein Fahrrad Verkehrsteilnehmer auch. Nur so kann ein Ausgleich und Gerechtigkeit auf unseren Straßen erfolgen und dem Zwist zwischen Autofahrern und Fahrradfahrern Einhalt geboten werden. Ich bin für ein Vortrittsrecht für Fußgänger analog zur Schweiz. Danach sollten Fahrradfahrer ein Vortrittsrecht erhalten, jedoch nicht umgekehrt. Hannes Rockenbauch Ganz oben muss der Grundsatz eines guten Miteinanders zwischen zu Fußgehenden und Radfahrenden sein. Der Schutz der Natur und des Wildes muss gewährleistet sein. Trails, die die Natur, das Wild und Wanderer gefährden, müssen sofort beseitigt werden. Ich sehe genügend Spielraum, dass alle Interessen berücksichtigt werden. Vor allem möchte ich Klarheit, was erlaubt ist und was nicht – der jetzige Zustand mit der 2-Meter-Regel (die Baden-Württemberg im Vergleich zu anderen Bundesländern ziemlich exklusiv hat) ist lebensfremd und führt zu Verunsicherung. Im Idealfall haben wir sehr schnell ein kreisübergreifendes Netz mit erlaubten Trails, Spazierwegen und mit Sperrgebieten (Verhaltenskodex inclusive), das gemeinsam von der Wald- und Forstwirtschaft, den Umweltschutzverbänden und Moutainbike e. V. getragen und auch durchgesetzt wird. John Heer Es muss ein deutlich breiteres Angebot für alle Nutzer der Wälder geben. Hierzu wäre es sinnvoll, wenn man sich mit den unterschiedlichen Verbänden und Vereinen in einer großen Runde zu einer Debatte zusammensetzt, um alle Belange und Forderungen klar definiert. Bürgernähe und Bürgerkonsens ist hier die Lösung. Hierfür bedarf es im übrigen keiner externen Beraterfirma, sondern es bedarf gesunden Menschenverstand und einem Oberbürgermeister und Gemeinderatsmitgliedern, die sich die Zeit nehmen, der Bevölkerung wieder zuzuhören. Und dies nicht nur vor einer Wahl. Friedhild Miller Dass man die Interessen aller Menschen, die sich gerne im Wald aufhalten unter einen Hut bringt und das kann man nur erreichen wenn man miteinander kommuniziert, sich an einen Tisch setzt und Lösungen findet, die für alle Beteiligten eine win-win-Situation darstellen. Sebastian Reutter Es muss mehr Qualität für alle Beteiligten bieten. Vom Fußgänger bis zum Mountainbiker. Dr. Malte Kaufmann Die verschiedenen Freizeitmöglichkeiten in den Stuttgarter Wäldern müssen sich ergänzen und sollten nicht gegenseitig ausgespielt werden. Für Mountainbiker muss ein umfangreiches Trailnetz angelegt werden. Dies kann am besten in Kooperation mit dem Mountainbike-Stuttgart e.V. erfolgen. Der Verein kann hier bei der Ausweisung von Strecken helfen und auch für die Trailpflege in Anspruch genommen werden. Bereits bestehende Trails sollten erhalten und bevorzugt in das Trailnetz aufgenommen werden. Frank Nopper Es geht darum, die verschiedenen Interessen von Spaziergängern (mit und ohne Hund), die Belange der Natur und der Forstwirtschaft sowie die von der Stadt verantworteten rechtlichen Rahmenbedingungen und last but not least der Mountainbiker so zusammenzuführen, dass alle Beteiligten möglichst umfassend ihre Belange und Interessen verwirklichen und umsetzen können. Das Ganze sollte durch einen Geist des Miteinander und nicht der Konfrontation getragen sein. Die Stadt muss ein großes Interesse daran haben, dass die Mountainbiker hier ihren Sport möglichst naturschonend ausüben können und nicht weit (im Zweifel mit dem KFZ) irgendwohin reisen müssen, was sehr unökologisch wäre. Marian Schreier Das geplante Freizeitkonzept muss alle Anspruchsgruppen und deren Interessen ernst nehmen und berücksichtigen, von Spaziergängern über Wanderer und Mountainbikern bis hin zu Reitern und weiteren. Wir müssen anerkennen, dass die freizeitliche Nutzung des Walds divers ist. Der Wald ist groß genug, um unterschiedliche Akteure und die Aspekte des Natur- und Umweltschutzes so zu kombinieren, dass das Freizeitkonzept von einem möglichst großen Teil der Stuttgarterinnen und Stuttgartern mitgetragen wird und dadurch Akzeptanz findet. Veronika Kienzle Das geplante Freizeitkonzept muss bestmöglich die unterschiedlichen Bedürfnisse der Stuttgarterinnen und Stuttgarter unter einen Hut bringen, denn die Freiheit des einen darf die Freiheit des anderen nicht unverhältnismäßig einschränken. Es muss ganzheitlich gedacht werden und interkommunal abgestimmt sein. Gerade in Zeiten von Corona haben wir erlebt, wie wichtig unser Wald für die Naherholung ist. Diesem großen Bedürfnis sollte Raum gegeben werden, ohne zu vergessen, dass der Wald daneben auch noch andere Funktionen wie Frischluftproduktion und Ausgleichswirkung für das Stadtklima hat, die es zu erfüllen gilt und für welche die Bewirtschaftung des Waldes unerlässlich ist. Für Mountainbiker sollten in diesem Konzept legale MTB-Strecken mitgeplant werden, die beschildert und in einer Karte zusammengefasst werden. Auf der anderen Seite könnten gewisse Gebiete aus ökologischen Gründen zu Tabu-Gebieten erklärt werden, um sensible Waldgebiete wie bei der Dischinger Burg in Weilimdorf zu schonen, wobei einer Aufklärung und Begründung der Maßnahme elementare Bedeutung zukommen würde. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem neuen Freizeitkonzept dem breiten Bedürfnis der Stadtbevölkerung nach Naherholung langfristig gerecht werden können. Gleichzeitig sollten wir im Hinblick auf den Zeitpunkt der Fertigstellung des Freizeitkonzeptes uns fragen, wie wir mit wenigen Mitteln bereits jetzt Interimslösungen für beispielsweise das Mountainbiken schaffen können, um nicht weitere Zeit verstreichen zu lassen. In meinen Augen könnte hierfür Tandem-Teams aus Mountainbikern und den Umweltverbänden Interimslösungen konzipieren, um für einen begrenzten Zeitraum Trails zu erstellen, die genutzt werden können. Die aus den Erfahrungen der Interimsstrecken gewonnen Erkenntnisse könnten wir dann auch in die Planung des langfristigen Streckennetzes miteinfließen lassen. Lieber zeitig 80 Prozent einrichten, als Jahre auf das Endprodukt warten zu müssen, ist meine Devise. Martin Körner Vorbemerkung: Der Wald rund um Stuttgart wird von der Bevölkerung gut genutzt: Zum Spazierengehen, Radfahrern, Joggen, Reiten und Mountainbiken. Das ist auch gut so, denn Corona hat uns gezeigt, dass diese Aktivitäten im Aussenbereich wichtig für unsere Stadtbevölkerung sind.Dieses Freizeitpotential will ich erhalten – aber den Wald, der durch den Klimawandel sehr gestresst wird, auch schützen. Deshalb soll ein Freizeitkonzept mit allen Nutzergruppen, aber auch mit Naturschützern und der Forstverwaltung erarbeitet werden.

Siehe Vorbemerkung: Allen Menschen in Stuttgart steht der Wald für Freizeitaktivitäten zur Verfügung. Allerdings müssen dabei Regeln beachtet werden. Diese dienen dem Schutz der anderen Nutzerinnen und Nutzer, aber auch dem Schutz von Flora und Fauna im Wald. Wir müssen beides hinbekommen, wenn unser Wald zukunftsfähig sein soll. Der Waldbeirat ist auf einem guten Weg dorthin. Issam Abdul‐Karim Keine Antwort Werner Ressdorf Keine Antwort Michael Ballweg Keine Antwort




Stuttgart ist der Sitz vieler Firmen aus der Fahrrad-Industrie, speziell auch aus dem Bereich Mountainbike. Wie sieht für Sie die Zukunft der Mountainbike-Stadt Stuttgart aus?


Dr. Ralph Schertlen
Stuttgart hat mit Focus, Shimano (Paul Lange), Bosch (E-Bike) sowie in der Umgebung (Magura, Merida, Pinion) eine namhafte Fahrradindustrie. Diese könnte man versuchen als Sponsoren für Events zu gewinnnen, z.B. MTB-Tage in Stuttgart, oder auch ein "Innovationscluster Zweirad" initiieren, bei dem sich die Hersteller, Hochschulen und auch die Stadt mindestens austauschen, möglichst etwas auf die Beine stellen.
Marco Völker Ich begrüße die Bündelung von Fachkompetenzen in unserer Stadt sehr und würde mir wünschen, dass wir weitere Experten nach Stuttgart holen können, um hier ein Fachzentrum für den Mountainbike-Sport zu errichten. Die Stadt könnte dies notfalls auch aus dem Budget des Oberbürgermeisters direkt mitfinanzieren. Hannes Rockenbauch Der Umsatz der Fahrradindustrie in Baden-Württemberg liegt bei über einer Milliarde Euro, ebenso viel (mit steigender Tendenz) wird mit dem Fahrradtourismus umgesetzt. In Corona-Zeiten erlebt das Fahrrad als Verkehrs- und Freizeitmobil Rückenwind – diesen Schwung sollte Stuttgart in verschiedener Weise nutzen: einerseits muss das Radwegenetz in Stuttgart zügig ausgebaut werden, andererseits müssen die Voraussetzungen für die Fahrradwirtschaft verbessert werden – gerade auch mit Blick auf die Automobilwirtschaft, die vor großen Veränderungen steht. Es ist schon ein bisschen bezeichnend, dass ein Fahrradhersteller in Stuttgart auch exklusive Modelle für Daimler und Porsche herstellt. Ich möchte, dass das Fahrrad sowohl als Verkehrsmittel als auch als Freizeitaktivität einen deutlich höheren Stellenwert hat, als das heute der Fall ist. Gerade mit Blick auf elektrische Tretunterstützung ist das Potenzial riesig und sollte genutzt werden. John Heer Wie bereits zuvor benannt, muss es funktionsfähige und auf alle abgestimmte Verkehrskonzepte geben, welche realistisch umzusetzen sind. Hierbei sind wie unter Punkt 3 bereits erwähnt, zwingend intensive Gespräche mit den jeweiligen Interessenverbänden zu führen. Friedhild Miller Freizeitsport muss gefordert und gefördert werden, wir müssen uns alle vernetzen. Ich wäre auch für eine Mountainbike-Börse, falls es das nicht schon gibt, damit auch sozial benachteiligte Kinder Gelegenheit haben, diesen Sport auszuüben. Meine Tochter z.B. hätte jetzt in der mutmaßlichen "Corona-Krise" ein größeres Mountainbike gebraucht, weil sie extrem gewachsen ist und wollte unbedingt ein bestimmtes. Leider hat auch die Produktion unter der Corona-Pandemie gelitten und ich konnte ihr lokal, hier in Sindelfingen beim Bike MAXX und auch in Schönaich bei Dirk´s das gewünschte GHOST Mountainbike "Lanao" nicht besorgen und bin dann einem Internethändler auf den Leim gegangen, weil ich meine Tochter glücklich machen wollte. Aber das so nur nebenbei. Sebastian Reutter Einer meiner zentralsten Ziele ist es, dass die Mobilität der Zukunft aus Stuttgart kommt. Hierfür habe ich ein eigenes Wahlplakat entworfen und plakatiert. Hierzu zähle ich nicht nur das Auto sondern auch das Fahrrad und das Mountainbike. Das Thema Mountainbike sehe ich im Standortmarketing als großen Gewinn den wir noch weiter nach außen kommunizieren müssen. Dr. Malte Kaufmann Für Firmen der Fahrrad- und Mountainbikeindustrie ist es wichtig, dass die Mitarbeiter ihre Produkte und Neuentwicklungen ortsnah testen können. Auch deshalb ist ein umfangreiches, legales Trailnetz notwendig. Die Stadt Stuttgart sollte die herausragende Stellung der Fahrrad- und Mountainbikeindustrie vor Ort -ggf. in Kooperation mit der IHK und Fahrrad- und Mountainbikeverbänden- im Rahmen von Messen, Veranstaltungen, Festivals, Info- und Rennveranstaltungen, sowie weiteren besonderen Aktionen fördern und sichtbar machen. Frank Nopper Das Interesse der Stadt geht sicher dahin, diese Unternehmen hier zu enthalten und weitere anzusiedeln, aber auch weit darüber hinaus. Wird Stuttgart bekannt als die deutsche Mountainbike-Großstadt, ist das fürs Image sehr zuträglich und kann für die großen Unternehmen ein Standortvorteil beim Werben um den besten Nachwuchs sein. Topographie und Wälder sind ein einzigartiges Asset, das sonst keine Großstadt hat. Da kann man wirklich eine Geschichte draus machen! Marian Schreier Das Fahrrad wird in allen Formen an Bedeutung gewinnen, weil es ein zukunftsfähiges und umweltverträgliches Fortbewegungsmittel und Sportgerät ist. Ich begrüße es daher ausdrücklich, wenn das Fahrrad auch bei der wirtschaftlichen Wertschöpfung in der Landeshauptstadt und der Region Stuttgart eine größere Rolle spielt. Veronika Kienzle Zugegeben, ich habe nicht den ganzen Überblick über die Firmen aus der Fahrrad-Industrie hier in Stuttgart. Ich habe Focus bereits wahrgenommen, als sie noch im Stuttgarter Süden waren. Und ich freue mich natürlich, dass wir mit der Fa. Paul Lange & Co. OHG ein Unternehmen in der Stadt haben, das viele Entwicklungen, die sich in den letzten Jahrzehnten im Radbereich vollzogen haben, mit angestoßen hat. Mit dem Firmen-Chefs hatte ich vor wenigen Wochen ein anregendes Gespräch mit vielen Übereinstimmungen im Kontext Mobilitätswende und Fahrrad. Ich bin überzeugt, dass die hier ansässigen Unternehmen auch weiterhin von der sich vollziehenden Transformation der Mobilität profitieren werden. Dies würde sicherlich durch die Einrichtung eines umweltfreundliches Erholungsangebot für die Mountainbiker in Stuttgart verstärkt werden. Eine pro-aktive wirtschaftspolitische Förderung von Seiten der Stadt für speziell Mountainbike Unternehmen ist jedoch nicht geplant. Martin Körner Spezialfirmen und Händler für so genannte Nischenprodukte finden sich oft im Bereich „Start ups“. Für Stuttgart sind solche Gründungen mit oft innovativen Produkten wichtig, denn letztendlich beruht der Wohlstand unserer Stadt auf ähnlichen Ideengebern vor mehr als hundert Jahren. Flächen auszuweisen, auf denen zu günstigen Konditionen gearbeitet und gleichzeitig auch gelebt werden kann, ist deshalb für Stuttgart essentiell wichtig. Issam Abdul‐Karim Keine Antwort Werner Ressdorf Keine Antwort Michael Ballweg Keine Antwort




Wie stellen Sie sich eine Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem Mountainbike-Stuttgart e.V. vor?


Dr. Ralph Schertlen
Mit den Akteuren wie DIMB oder Mountainbike-Stuttgart e.V. würde ich als OB eng und persönlich zusammenarbeiten. Ich würde dazu auch gemeinsam mit dem Waldbeirat, in dem Vertreter anderer Interessengruppen (BUND, NaBu, Bürgerinitiative Wald, DAV,...) sind, nach einem für alle tragbaren Konzept suchen und dies in enger Verfolgung durch mich als OB im Garten-, Friedhofs- und Forstamt sowie im Sportamt anordnen. Darüber hinaus würde ich der städtischen Tochter "Stuttgart Marketing" (bzw. auch Regio-Marketing) die Aufgabe geben, Stuttgart als MTB-Region zu präsentieren und hierzu entsprechende Schritte einzuleiten und Freizeitangebote bei Anbietern einzufordern.
Marco Völker Hier würde ich eine enge Kooperation anstreben, um Zukunftsthemen weiter voran zu bringen. Insbesondere die Erschliessung von sicheren Mountainbike-Trails möchte ich gerne mit euch besprechen und wie wir dem Thema Sicherheit mehr Bedeutung beimessen können. Denn am Ende des Tages zählt, dass jeder sicher und gesund wieder nach hause kommt.. Hannes Rockenbauch Ich sehe den Mountainbike-Stuttgart e.V. als einen zivilgesellschaftlichen Akteur an, der -genau wie andere Interessensverbände im Bereich Fahrradverkehr – gehört werden muss, wenn es um den Ausbau, die Weiterentwicklung des Fahrradverkehrs in Stuttgart geht. Ein direkter Austausch fördert gegenseitiges Verständnis und führt in den meisten Fällen zu besseren Ergebnissen. John Heer Die Unterstützung und Zusammenarbeit mit dem Mountainbike-Stuttgart e.V. stelle ich mir genauso vor, wie die Zusammenarbeit mit den meisten anderen e.V.'s, nämlich durch bürgernahes zuhören, gemeinsames erarbeiten von Konzepten, welche dann -wenn sie in sich schlüssig sind- umzusetzen sind. Dies muss relativ unbürokratisch geschehen, da Stillstand in den letzten Jahren ein negatives Markenzeichen der Politik -hier vor allem des Stuttgarter Gemeinderats und des bsiherigen OB's- war, was ich als Oberbürgermeister beseitigen werde. Friedhild Miller Indem wir gemeinsam Lösungen die zum Wohle von allen sind, finden, ich auf euer Wissen vertraue und wir diese Lösungen sofort umsetzen. Ich werde definitiv keine Beratungsbüros einsetzen, denn ihr als Mountainbiker habt die Erfahrungswerte. Diese Beraterbüros kennen sicherlich nur die Theorie und nicht die Praxis, also macht es absolut keinen Sinn, da Gelder zu verschwenden. Sebastian Reutter Ich stehe für eine unkomplizierte regelmäßige Kommunikation auf Augenhöhe. Und diese möchte ich auch mit der Mountainbike-Stuttgart e.V. so aufnehmen und pflegen. Dr. Malte Kaufmann Die Stadt Stuttgart sollte den Verband im Rahmen der Mittelvergabe an Vereine der Stadt unterstützen, sowie Kooperationsvereinbarungen für Aufbau und Erhalt nötiger Infrastruktur treffen. Dafür werde ich mich als OB einsetzen. Frank Nopper Der Verein ist autonom und muss daher auf die Stadt zukommen, wenn eine Unterstützung durch die Stadt gewünscht wird. Ich werde jeder Zeit für die Anliegen Ihres Vereines ein offenes Ohr haben. Gemeinsam kann dabei ein Konzept zur Regelung der Strecken durch die Stuttgarter Wälder erarbeitet werden. Marian Schreier Als Oberbürgermeister möchte ich ein offenes Ohr für alle Vereine und Initiativen der Stadtgesellschaft haben und einen offenen Dialog führen. Ich bin der Überzeugung: die meisten Probleme und Herausforderungen kann die Stadt nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern lösen – die Frage, wie wir Outdoor-Sportarten so gestalten und ermöglichen, dass alle Platz finden, ist eine, die wir nur gemeinsam beantworten können. Den Verein Mountainbike-Stuttgart möchte ich daher gerne in die konkrete Erarbeitung des Konzepts für die Freizeitnutzung des Waldes einbinden. Schon im Wahlkampf habe ich mich dazu mit Vertreterinnen und Vertretern des Vereins getroffen und ausgetauscht. Veronika Kienzle Wie bereits eingangs erwähnt, begrüße ich die sich dieses Jahr vollzogene Gründung des Mountainbike-Stuttgart e.V. Es erscheint mir der richtige Weg, die von den Mitgliedern, teils seit Jahren, vorangetriebenen Bemühungen um legale Trails zu unterstützen und weiter voran zu bringen. Dieses Engagement gilt es durch Kontakt und Kooperation anzuerkennen. Die Zusammenarbeit sollte gemeinsam mit den anderen Akteuren im Dialog geschehen. Ich bin zuversichtlich, dass der Austausch und die ersten Erfolge des Runden Tisches zur Deeskalation zwischen den Beteiligten und zur Entschärfung des Nutzungskonfliktes beitragen würden. Des Weiteren sehe ich den Mountainbike-Stuttgart e.V. auch als wichtigen Kommunikator zwischen der Stadtverwaltung und der gesamten Mountainbike Community. Er sollte die Stadt dabei unterstützen, über Dos and Don’ts bei Strecken oder Tabu-Gebieten zielgruppenspezifisch aufzuklären und somit zum Gelingen eines gesamtheitlichen Naherholungskonzept beizutragen. Deshalb würde ich mich freuen, weiterhin mit Ihnen im Kontakt zu bleiben. Martin Körner Im Waldbeirat ist der Verein der Mountainbiker, wie Sie wissen, vertreten. Das ist sehr gut und fördert das gegenseitige Verständnis. Gerne setze ich mich auch für Anliegen ein, die den Bereich Sport oder Mobilität betreffen. Ich bin gesprächsbereit! Issam Abdul‐Karim Keine Antwort Werner Ressdorf Keine Antwort Michael Ballweg Keine Antwort




Stuttgart als zukünftige Fahrradstadt hört allein bei Radwegen in der Stadt in unseren Augen nicht auf. Was werden Sie konkret für die Förderung des Mountainbikens in Stuttgart tun?


Dr. Ralph Schertlen
Der OB Schertlen würde sich vorbehaltlos für ein Trailnetz auf Stuttgarter Gemarkung einsetzen, so dass man auch auf ausgewiesenen Wegen schmäler als 2m fahren dürfte. Bevorzugt sollte das Stuttgarter Netz gut verbunden sein mit Strecken in den Nachbarlandkreisen (Region Stuttgart), so dass man endlich auch ein touristisches Angebot hätte. Freizeitradler und Mehrtagesgäste könnten in Stuttgart MTB und mehr erleben.
Marco Völker Ich bin selbst begeisterter Moutainbiker und sehe die Notwendigkeit, diesen Sport für alle und jeden zugänglich zu machen. Auch die Arbeit Ihres Vereins empfinde ich als sehr wichtig und hilfreich, denn junge MTB`ler werden meines Wissens nach auch an Sicherheitskonzepte herangeführt, die dazu beitragen, dass Mountainbiker, Autofahrer und vor allem Fußgänger ein sicheres Miteinander pflegen können. Es muss oberstes Ziel sein, Unfälle auf beiden Seiten zu vermeiden. Mir würde ein erweitertes Sicherheitskonzept vorschweben, das von der Stadt finanziert werden könnte. Hannes Rockenbauch Das Ziel ist im Radentscheid klar formuliert: ein Viertel aller zurückgelegten Wege in Stuttgart sollen bis zum Jahr 2030 mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Die Hälfte der Fläche Stuttgarts besteht aus Wald. Wenn man diese beiden Faktoren zusammen betrachtet wird klar, dass Radverkehr zunehmend auch im Wald stattfinden wird – und auch organisiert werden muss. Der Radverkehr im Wald muss in Bahnen gelenkt, Mountainbikern die richtigen Wege gezeigt, sie aber auch in Schranken gewiesen werden. Beim Schutz des Waldes dürfen keine Abstriche gemacht werden, weil er Teil unserer Lebensgrundlage ist. Für mich ist klar, dass als natursensibel ausgewiesene Gebiete weiterhin No-go-Areas für Zweiräder bleiben. Konkret kann ich mir vorstellen, dass Wege für den Radverkehr freigegeben werden und auch Trails im Wald angelegt werden können, sofern die Eingriffe in die Umwelt vertretbar sind. John Heer Das Problem, welches wir in Stuttgart seit Jahren haben, zeigt sich auch aufgrund ihrer Fragestellung. Sie bezeichnen Stuttgart als zukünftige Fahrradstadt, was schon den Ausschluss von Autos und Fußgängern bedeutet. Wir müssen in Stuttgart endlich damit aufhören, nur nach einer Form der Fortbewegung zu sehen und diese zu präferieren. Es muss endlich wieder eine Politik stattfinden, bei welcher Vertreter aller Verkehrsteilnehmer vertreten sind und auch die Planung in Bezug auf die künftige Verkehrsregelung in Stuttgart muss alle drei Gruppen von Verkehrsteilnehmern berücksichtigen. Es müssen funktionsfähige Radwege entstehen, welche gleichzeitig Fußgänger und auch den Autoverkehr berücksichtigen. Das gleiche gilt für die Mountainbiker, welche natürlich ihre Daseinsberechtigung haben und zwingend in die Planung mit ganz speziellen Trails eingearbeitet und berücksichtigt werden müssen. Friedhild Miller Das was die Mehrheit wünscht Sebastian Reutter Mit geschätzten 60.000 Mountainbiker in Stuttgart haben wir eine starke Community, deren Belange ich sehr ernst nehme. Ich werde mich mit den Mountainbikern an einen Tisch setzen, um herauszufinden was neben der Aufhebung der 2m Regel Themen sind, die für sie von Relevanz sind. Eine Förderung ist für mich auch deswegen wichtig weil ich davon überzeugt bin dass das Mountainbiken für viele Fachkräfte ein wichtiger Standortfaktor ist. Eine Stadt die für Mountainbiken steht, ist eine attraktive Stadt Dr. Malte Kaufmann Als OB werde ich mich dafür einsetzen, dass die Mountainbiker ihrem Sport in den Stuttgarter Wäldern nachgehen können und darin nicht behindert werden. Mountainbiken ist inzwischen zu einem wichtigen Breitensport geworden und muss in den Genuss einer Förderung der Stadt kommen. Dazu bedarf es dauerhafter Downhill-Strecken, besonderer Strecken zum Üben von Sprüngen, Kurven- und Hindernisfahrten, sowie eines ausgewiesenen Mountainbike-Netzes. Rücksichtnahme auf und Verantwortung für Mensch und Natur, auf bodenbrütende Vögel abseits der Wege und auf Tiere, die ihre Jungen aufziehen und nicht so schnell flüchten können, sollte selbstverständlich sein und wird sicherlich von den Mountainbikern beherzigt. Frank Nopper Fahrradfahren nimmt eine immer größere Rolle bei der Alltagsmobilität ein, dabei spielen auch Mountainbikes wegen der Topographie eine große Rolle – mit und ohne E-Antrieb. Es geht darum, die verschiedenen Verkehrsmittel in einem ausgleichenden Gesamtkonzept zu berücksichtigen und nicht ideologisch getrieben gegeneinander auszuspielen. Mountainbiken hat sich daneben zu einer wichtigen Sportart entwickelt. Es sind sicher einige tausend Stuttgarter, die aktiv Mountainbike fahren, schätzungsweise haben über 50.000 Stuttgarter ein Mountainbike. Deshalb ist es wichtig, dass diese Gruppe bei einem Verkehrskonzept für alle Teilnehmer angemessen berücksichtigt wird. Aber gerade auch diejenigen, die Mountainbiken als stadtnahen Natursport betreiben, müssen Rahmenbedingungen bekommen, die ihnen das Fahren auf mehr als nur einem Trail (Woodpecker Trail von Degerloch nach Heslach) erlaubt. Marian Schreier Das Mountainbiken erfreut sich in Stuttgart großer Beliebtheit. Ich begrüße es, dass sich die Mountainbike-Community in einem Verein organisiert hat und sich aktiv in die Gestaltung des Sport- und Freizeitangebots der Landeshauptstadt Stuttgart einbringt. Die Zahl der Mitglieder im Mountainbike-Stuttgart e.V. spricht für sich und unterstreicht die Relevanz des Mountainbikens in Stuttgart. Die Größe der Mountainbike-Community steht in einem Missverhältnis zu den verfügbaren Strecken und Trails. Ich möchte daher gerne ein Konzept erarbeiten, wie bestehende Trails legalisiert werden können. Veronika Kienzle Mir ist bewusst, dass Mountainbiken für viele Stuttgarter*innen einen hohen Stellenwert in ihrem Leben besitzt. Das zeigen nicht zuletzt auch die hohen Mitgliederzahlen in Ihrem noch relativ jungen Verein Mountainbike Stuttgart e. V., dessen Gründung ich begrüße! Ich bin der Überzeugung, dass es der intensiven Kommunikation benötigt, um die beste Lösung für Sie als Mountainbiker und anderen Wald – und Naturfreunden, die unseren Stadtwald zu anderen Naherholungszwecken nutzen, zu finden und umzusetzen. Des Weiteren müssen wir auch den Naturschutz und die Biodiversität bei der Förderung des Mountainbikens mitdenken. Deshalb möchte ich als konkrete Maßnahme zu einem Runden Tisch einladen, an dem alle beteiligten Akteure vertreten sind, um über Konzepte für die Vereinbarkeit von Mountainbiking und anderen Freizeitaktivitäten im Wald zu sprechen und diese zu erarbeiten. Namentlich würde ich hierbei Vertreter aus dem Mountainbike Verein Stuttgart, den Umweltverbänden und der Stadtverwaltung sowie weiterer sich für den Wald Engagierenden hervorheben und bei den Gesprächen begrüßen wollen. In einer solchen Runde sollte die oder der Oberbürgermeisterin/Oberbürgermeister eine moderierende Rolle einnehmen, um die Nutzungskonflikte im Wald bestmöglich zu schlichten und zu einem Gelingen der Gespräche beizutragen. In dieser Gesprächsrunde sollte über geeignete Standpunkte für das Erstellen legaler Trails im Wald gesprochen werden. Dabei sollten wir meiner Meinung nach auch darüber nachdenken, ob es nicht beispielweise Downhill-Strecken in Waldnähe geben könnte, ob also wirklich alle zukünftig ausgewiesenen Strecken im Wald selbst geplant werden müssen oder was sich ansonsten in Stuttgarts Topografie anbieten könnte. Ziel sollte es sein, ein umweltfreundliches Erholungsangebot für die Mountainbiker auf einem ökologisch verträglichen Streckenkurs zu schaffen. Im Hinblick auf die Ergebnisse aus Karlsruhe bei einem solchen Dialog bin ich überzeugt, dass dies der richtige Rahmen wäre, um das Thema konkret anzupacken und voranzutreiben! Martin Körner Der Bedarf an Mountainbike-Trails ist unbestritten. Zahlreiche illegale Strecken weisen darauf hin und führen zu Konflikten mit Fußgängern und richten Schäden in dem für uns auch klimatisch bedeutsamen Wald an. Es ist deshalb wichtig, dass für die vielen Mountainbiker legale Trailstrecken ausgewiesen werden. Wir müssen hier auch Stadtwald- und Gemarkungsgrenzen übergreifend denken. Issam Abdul‐Karim Keine Antwort Werner Ressdorf Keine Antwort Michael Ballweg Keine Antwort





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